Hintergrundinformationen zu "Das verwunschene Museum"
Hattest du Vorbilder für deine Romanfiguren?
Wie bist du auf die Idee gekommen, diese Geschichte zu schreiben?
Wie lange hast du für die Geschichte gebraucht?
Gibt es Bücher/Autoren etc., die dich zum Schreiben inspiriert haben?
Hast du ein Lieblingsbuch/einen Lieblingsautor?
Wirst du eine Fortsetzung zu "Das verwunschene Museum" schreiben?
Wie sah es im römischen Köln aus? War es wirklich so, wie es in der Geschichte beschrieben wurde?
"Handwerk
Verehrung von Göttern
Christen und Judenverfolgung im 3. Jahrhundert
Die ersten Christen in Köln
Was war das für eine Geschichte mit dem römischen Hauptmann, der am Kreuz Jesu stand?
Wurde das Römisch-Germanische Museum wirklich auf einem alten Haus erbaut und gibt es das Mosaik tatsächlich?
Ursprünglich (im Jahr 1999) hießen Lydia und Leon zunächst noch Friederike und Martin, nach den Kindern einer befreundeten Familie (Grüße an Friederike und Martin Meyer, Schweringen!). Später habe ich sie dann nach unseren Kindern Hannah und David benannt. Als die Geschichte aber 2009 als Buch erscheinen sollte, baten sie um eine erneute Namensänderung. Außerdem hatten wir ja noch unsere jüngste Tochter Lydia! Sie entschied sich dann für den Namen Leon als ihren jüngeren "Roman-Bruder" (Gruß an Leon Cadonau, Bücken).
Ein Freund der Familie (Gruß an den Erfinder der 'Friederike und Martin'-Geschichten, Dirk Radewald!) erzählte seinen Kindern immer neue Geschichten und dies übernahm ich auch für unsere Kinder, als sie noch kleiner waren. Später dann besuchte ich das Römisch-Germanische Museum. Mein Interesse an der Archäologie und Zeitgeschichte wie auch die Liebe zum christlichen Glauben, boten schließlich eine perfekte Mischung und einen fruchtbaren "Nährboden" für diese Geschichte. Das Phänomen "Zeitreisen" hatte mich schon immer fasziniert und gereizt, hierzu eine Geschichte zu verfassen. Fernsehserien wie "Time-Tunnel" (Zeittunnel) und "Zurück in die Zukunft", aus meiner Kindheit und Jugend, hatten mich quasi dazu ausgestattet. Hinzu kamen dann noch entsprechende Bücher, die sich mit der Geschichte der ersten Christen befasst haben.
Etwa vierzehn Tage. Hinzu kommen noch die Korrekturarbeiten nach dem Lektorat.
Zu dieser Geschichte animierte mich der Museumsführer des Römisch-Germanischen Museums, den ich dort gekauft hatte. Später dann entsprechende Internet-Seiten mit historischem Material.
Ich lese gerne Krimis, gern auch ältere Klassiker. Am liebsten lese ich aber Sachbücher zu christlichen Themen. Meine Lieblings-Vorlesebücher sind nach wie vor die von Astrid Lindgren-Bücher: "Die Kinder von Bullerbü" oder "Pippi Langstrumpf".
Diese Aufgabe habe ich an meine jungen Zuhörer und Leser vergeben. Und ich habe erfahren, dass dieses Fortsetzungsprojekt bereits in Angriff genommen wurde. Neue Fortsetzungsgeschichten wird es also in Kürze auf dieser Internetseite geben. Alle Interessierten können mitmachen und mir ihre Geschichten schicken.
Bei der Beschreibung der Örtlichkeiten, des Baustils, der Kleidung und der damaligen Denkweise habe ich versucht, die historischen Erkenntnisse in die Geschichte einfließen zu lassen.
Auszugsweise werde ich hier einige Verse aus dem Museumsführer zitieren [Quelle: Römisch-Germanisches Museum Köln, 8. Auflage 1998, Westermann, Braunschweig]:
Wie man durch Funde in anderen benachbarten Provinzen des Reiches, aber auch im freien Germanien weiß, ist mit den Produkten der Glasindustrie, allen voran mit dem berühmten Schlangenfadenglas des 3. Jahrhunderts und denen des Töpfereihandwerks ein schwunghafter Handel betrieben worden [...]
Die römischen Staats- und Reichsgötter standen wie überall im Römerreich im Zentrum offizieller und privater Gottesdienste. Vom Tempel für die Capitolinische Trias am Ort der heutigen Kirche St. Marien im Kapitol, vom Marstempel im Osten des Forum und dem Tempel für Mercurius Augustus im Nordosten der Stadt, sicherlich am Ort des heutigen Doms, von der Reichsgötterdreiheit Jupiter, Juno und Minerva reicht diese breite Scala in Köln bis hin zum Weinbaugott Silvanus, der einer Weihung zufolge vor den Toren der Stadt sogar zusammen mit einheimischen Muttergöttinnen verehrt wurde. Bezeichnend sind die dreiseitig reliefierten Götterpfeiler mit der ihnen eigenen unterschiedlichen Abfolge in der Götterhierarchie unter der Capitolinischen Dreiheit. [...]
Das 3. Jahrhundert und vor allem dessen zweite Hälfte ist das der ersten großen Krisen des römischen Imperiums. Zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spannungen im Innern treten Bedrohungen von außen. Der römische Staat muss sich der Treue seiner Bürger versichern: das Trank- oder Weihrauchopfer vor den Standbildern der Staatsgötter oder denen des Kaisers gehört zu den geforderten Loyalitätsbekundungen. Sich ihnen zu entziehen, wird als demonstrative, dem römischen Staat geltende feindliche Geste aufgefasst. Dass es für Juden und Christen auch andere, religiöse Gründe gab, das Opfer nicht zu vollziehen und dennoch treue Untertanen des Kaisers zu sein, das erschien der römischen Bürokratie höchst unglaubwürdig. Der dieses 'Vergehens' Überführte musste rechtskräftig verurteilt und hingerichtet werden. Von derartigen Prozessen der römischen Justiz haben sich Akten erhalten, die sogenannten Märtyrerakten [...].
Schon vor der von Kaiser Konstantin vollzogenen großen Wende zugunsten des Christentums, die in der 313 n.Chr. ausgesprochenen offiziellen Duldung und Förderung der bis dahin verfolgten Religion offenkundig wird, dürfte eine bedeutende Christengemeinde in Köln gelebt haben. Selbstverständlich besaß diese Gemeinde auch einen oder mehrere Versammlungsräume. Ammianus Marcellinus (+ ca.395) berichtet beiläufig von einem derartigen Raum in Köln. Im Jahre 355 n.Chr. flüchtet der Gegen-Kaiser Silvanus vor den Häschern des kaiserlichen Feldherrn Ursicinus in einen kleinen christlichen Versammlungsraum (nördlich der Stadtmauer) [...]."
Es lohnt sich, dieses Ereignis in der Bibel einmal nachzulesen! Man findet es im Neuen Testament, im Lukas-Evangelium, Kapitel 21.
Ja, das gibt es und ist noch heute zu bewundern! Der Museumsführer beschreibt dies so: "Der an seiner Fundstelle konservierte Boden ist zu einem der bekanntesten Funde aus dem römischen Köln geworden und bildet heute den Mittelpunkt des Römisch-Germanischen Museums. Das farbige Mosaik schmückte den Hauptraum eines großen Wohnhauses. [...] Der Grundriss des Gebäudes, das aus einem Säulenhof mit umliegenden Räumen bestand und auch die hier gefundenen Gegenstände des täglichen Gebrauchs sprechen dafür, dass es sich um ein profanes Wohnaus handelte. Die Thematik des Mosaiks lässt sich mit der Funktion des Raumes als Speise- und Repräsentationssaal in Einklang bringen. [...]"