Hintergrundinformationen zu "Abenteuer zwischen Insel und Schlangenwald"
Was ist an diesen Geschichten erfunden, und was ist wahr?
Wie empfandest Du die Kinderkur auf Norderney?
Warst Du als Erwachsener nochmal dort?
Habt Ihr eigentlich nur Streiche gespielt?
+++AUFRUF+++ Liebe 'Norderneyer'-Kinder! Wenn Ihr ebenfalls im Winter 1972 in diesem Heim untergebracht wart, bitte schreibt mir Eure Erlebnisse. Bin sehr gespannt darauf zu erfahren, in wiefern diese Zeit Euch geprägt hat... (Vielen Dank, Wolfgang W., dass Du Dich gemeldet hast!!!)
In meiner Gruppe auf Norderney 1972. Für dieses Foto konnten wir uns noch ein Lächeln abringen - es sollte ja für unsere Eltern sein. Der 'wilde' Martin ist auch noch zu erkennen (blauer Pfeil). Auf mich zeigt der rote Pfeil.
So sieht das Kinderheim heute aus. Das Gebäude dahinter (Pfeil) befand sich damals noch im Bau. Darum schien das helle Scheinwerferlicht an meine Zimmerwand!
Die Rückseite des Kinderheims heute (Goldacker-Stiftung 1971). Der Pfeil markiert mein Zimmer. Damals war dort noch ein Fenster.
Der Pfanni-Turm von Emstekerfeld war für uns Kinder von herausragender Bedeutung, besonders wenn 'Tag der offenen Tür' war. Man konnte Plastiktüten mitbringen und diese mit Paprika-Ecken volllaufen lassen... (Foto: wikipedia)
Der Sportplatz: Im Winter ein schöner Ort, um mit Schlitten den Wall hinunter zu rodeln. (Foto: Peter Klodt)
Als Norbert uns nachlief, sprangen wir über einen Graben und liefen quer über das Feld. Das Feld ist heute komplett mit Häusern bebaut. Der Graben ist weg.
Der Schlangenwald! Es gibt ihn noch...
...jedoch ist der Eingang heute mit einem Tor versperrt.
Tja, die Pony-Weide ohne Ponies...
An dieser Stelle stand die alte Hütte, in der der seltsame Mann wohnen sollte. Heute ist nichts mehr davon zu sehen, nur einen Mann sah ich dort herumirren :)
Vor dieser ehemaligen Bäckerei bildete sich damals eine riesige Schlange von Kindern, die mit Eis gefüttert werden wollte.
So sah eine Grote-Plastiktüte aus
Hackmanns Jöpi. Die Eingangstür bestand damals aus zwei Türen. Links ging es in den Laden, rechts in die Kneipe. Das große Fenster links war damals das Schaufenster.
Hier hatte Niehaus den EDEKA-Laden. Ganze Nachmittage haben wir hier verbracht, um Freunde zu treffen, um dann mit ihnen loszuziehen.
Hier begegnete uns eines nachts der Mann mit der Zigarette, der uns plötzlich nachlief. (siehe Pfeil) Straße: Eschengasse
An dieser Stelle brach der Ast vom Kirschenbaum ab. Heute ist der Baum gar nicht mehr da. (Pfeil) Straße: Eichenhain
Der Lagerplatz ist heute bebaut. Nichts mehr zu sehen, von den Lagerfeuern (roter Pfeil) oder den Lehmhügeln (blauer Pfeil).
Hinter diesen Türmen zelteten die Unruhestifter. Heute ist dies ein Schrottplatz für alte Lastwagen.
Hier geschahen die Winter-Parkplatz-Streiche mit den Schneebällen im Auspuff oder die Streiche mit den Dosen... (bei Famila)
Grundschule Emstekerfeld - die völlig überzogene Strenge einzelner Lehrer in den 70er Jahren, machte Schülern das Leben und Lernen schwer (autoritäres Aufbrausen, Werfen mit Gegenständen, Einschüchterung, keine Entschuldigung dafür). Glücklicherweise gehört das der Vergangenheit an! (Pfeil: unsere Klasse)
Klasse 4 der Grundschule Emstekerfeld - 1977 (36! Schüler, Klassenlehrerin, Frau Jopp) Ein kleines Quiz: Wo bin ich? [Antwort: obere Reihe, zweiter von links, der die Hand hebt]
Die Straße: "Zur Kirschblüte" in Richtung Süden - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Die Straße: "Zur Kirschblüte" in Richtung Norden - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Die Straße: "Zur Kirschblüte" und Einmündung "Rotdorngasse" - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Nicole H. auf dem Fahrrad und cooler DATSUN im Hintergrund - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
An der Südseite unseres Hauses entlang - Blick zur "Zur Kirschblüte" - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Mein Bruder Jürgen schiebt ein Bonanza-Rad - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Mein Bruder Jürgen - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Die Sonntagsnachmittagsfilme wurden stets nachgespielt - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Die üblichen Rangeleien unter Freunden - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Blick in den Garten - etwa 1973. (Foto aus 8mm-Film)
Anke Engelke moderierte damals schon im ZDF-Ferienprogramm. (Foto: Radio Luxemburg)
Eine der tollen Kindersendungen "Captain Future". (Foto: ZDF)
Dazu zählt auch Krempoli. Kinder, die ihre Abenteuer auf einem ehemaligen Schrottplatz erleben. (Foto: ZDF)
Rappelkiste mit Ratz und Rübe. (Foto: ZDF)
Die Waltons - eine der wertvollsten Sendungen überhaupt! (Foto: ZDF)
Cartoons mit der "Großen Bugs-Bunny-Show". (Foto: plus networks)
Die guten alten Sendungen in schwarz/weiß: "Väter der Klamotte", Kommentare gespochen von Hans-Dieter Hüsch. (Foto: ZDF)
Wir durften immer so lange aufbleiben, bis Wum und Wendelin kamen... (Foto: amazon)
Sie sind der Meinung, das war 'Spitze'! (Foto: ZDF)
Die Serie 'Time Tunnel' war für uns Kinder damals der absolute Hammer! Es ging um Zeitreisen... (Foto: amazon)
Samstagabend: Erst in die Badewanne und dann 'Am laufenden Band' schauen... (Foto: ARD)
In den 70er Jahren hieß 'Twix' noch 'Raider'
Die Zeit der schmackhaften Pyramiden...
Die Eis-Auswahl in den 70er Jahren.
Die Kult-Kola "Afri-Cola".
Diese Werbesprüche wurden uns über das Fernsehen regelrecht 'eingeimpft'.
Die gute alte GONG-Fernsehzeitschrift, hier mit Winnetou. Damals gab es nur drei Programme (ARD, ZDF, ARD-Regional [also NDR, RB, WDR, usw.]).
'Wollen wir Quartett spielen?', hieß es damals oft. Hier mit den Autos der 70er Jahre.
So sahen die Bonanzafahrräder aus. Einfach cool!
Det Müller, von der Sendung GRIP wohnte zwei Straßen weiter... (Foto: RTL2)
Im Gegensatz zu meinen anderen Büchern, sind diese Erlebnisse nicht ausgedacht. Es sind die gesammelten Erlebnisse einer glücklichen Kindheit, deren unbekümmerte Grundstimmung ich hiermit 'einfangen' und mit meinen Kindern teilen wollte. Inzwischen gibt es ja auch andere, die sie ganz gerne lesen (inzwischen sogar in Seniorenheimen...).
Nun, wie man schon in der Geschichte lesen kann, war ich nicht darauf gefasst, dass die Kur so lange dauerte. Fünfjährige Kinder haben kein richtiges Empfinden für Zeit - schon gar nicht über einen Zeitraum von drei Monaten und das ohne Eltern. Dies war in den 70er Jahren vielleicht so üblich, aber ich frage mich, worin da der Sinn liegt? Jedenfalls empfinde ich es heute im Rückblick als nicht mehr so schlimm. Meinen eigenen Kindern würde ich das aber nicht zumuten.
Im Jahre 2009 habe ich das Kinderheim nochmal besucht. Es dient noch immer der Unterbringung von Kindern, die unter Atemwegsbeschwerden leiden. Heute jedoch mit Begleitpersonen! Der besondere Baustil der älteren Häuser hatte sich in meinem Gedächtnis auf den Spaziergängen damals eingeprägt. Diese Häuser und die Umgebung heute wieder zu sehen, ging mir sehr nah ... Es würde mich interessieren, ob es noch alte Dokumente über mich als 'Patienten' aus der Zeit gibt. Vielleicht kümmere ich mich darum noch.
Natürlich nicht! Diese Streiche blieben einfach im Gedächtnis haften und waren so etwas wie ein Ausgleich zur Schule. Übrigens, in unserer Kindheit hatten wir auch am Samstag noch Schulunterricht. Da waren die Ferien um so kostbarer für uns. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass der Streich mit den gefrorenen Schneebällen im Sommer kein guter Einfall war! Schneebälle sollte man nicht auf Menschen werfen, da sie fürcherliche Verletzungen zur Folge haben können. Und wenn sie dazu noch aus dem Eisfach genommen werden, sind sie hart wie Stein. Also bitte diesen Streich niemals nachmachen! Vielen Dank!
Liebe E'felder! Falls Ihr noch Bilder von Emstekerfeld aus den 70er Jahren habt, wäre ich dankbar für eine Zusendung (digital oder analog, per Post). Möglichst Straßen-, Auto- und Häuseransichten. Euer Einverständnis vorausgesetzt, könnte ich diese dann hier ausstellen. Vielen Dank im Voraus!!
Ist das Mädchen hinten links Barbara Frey (oder Freitag)?
Mein Freund Frank [rechts von mir]
Andreas, der mit uns zelten war [obere Reihe, sechster von links (Lehrerin nicht mitzählen!), hebt auch die Hand]
Christoph [mittlere Reihe, sechster von links]
Mein Freund Thomas [rechts neben Christoph]
Zur Hauptseite